Landwirtschaft wichtiger Pfeiler der Gesellschaft: CDU-Ratsfraktion auf dem Bauernhof Dieckerhoff

alt"Die Schwerter Landwirte sind nicht nur bedeutsame Produzenten von Grundnahrungsmitteln, sondern leisten darüber hinaus auch einen wichtigen Beitrag zur Landschaftspflege. Für das Schwerter Stadtbild ist die Landwirtschaft von großer Bedeutung. Schwerte ohne Landwirtschaft wäre wie Schwerte ohne Ruhr", sagte am vergangenen Dienstag (4. Oktober 2011) Ellen Hentschel, stellv. Vorsitzende der CDU Fraktion des Rates der Stadt Schwerte, anlässlich des Besuchs der CDU-Ratsfraktion auf dem Bauernhof Dieckerhoff in Schwerte-Lichtendorf. Nachdem sich die Christdemokraten einen Eindruck vom Leben auf dem Hof gemacht hatten, stand ein Gedankenaustausch mit Klaus und Barbara Dieckerhoff zu kommunal- und agrarpolitischen Themen auf dem Programm.

Mit Bezug auf die Agrarpolitik ging es neben den Vor- und Nachteilen der Biolandwirtschaft unter anderem um den Aspekt, dass die Bauernhöfe auch in Schwerte tendenziell immer größer werden, d. h., durchschnittlich immer mehr Ackerfläche bewirtschaften und/oder immer mehr Vieh halten. Die relativ eher kleineren Familienbetriebe verschwinden zunehmend von der Bildfläche. Außerdem wurde der aktuelle Trend diskutiert, dass immer mehr Ackerfläche für den Anbau von regenerativen Energiequellen genutzt wird (zum Beispiel Mais für Biogasanlagen) und damit eine ernst zu nehmende Konkurrenznutzung zur klassischen Lebensmittelproduktion entstanden ist.

An die CDU-Ratsmitglieder richtete Klaus Dieckerhoff den Wunsch, sich dafür einzusetzen, dass der Zweckentfremdung von Wirtschaftswegen Einhalt geboten wird. Ferner sprach er sich dafür aus, die Schwerter Straßen auch in Zukunft für die landwirtschaftlichen Gerätschaften befahrbar zu halten. Moderne landwirtschaftliche Maschinen sind teilweise verhältnismäßig breit, hoch und lang, was insbesondere in engen oder verkehrsberuhigten Straßen immer wieder zu Problemen führt. Bezug nehmend auf die geplante Einrichtung einer neuen A1-Autobahnanschlussstelle im Bereich Lichtendorf bezog Dieckerhoff klar Stellung: "Für Schwerte von Vorteil, für Lichtendorf von Nachteil."

Zu Beginn von "Fraktion vor Ort" hatte Diplom-Agraringenieur Klaus Dieckerhoff den CDU-Mitgliedern seinen landwirtschaftlichen Betrieb, den er zusammen mit seiner Ehefrau Barbara leitet, vorgestellt. Von seinen Eltern übernommen hat der 54-jährige Lichtendorfer Landwirt den Hof vor 30 Jahren. Die Familie Dieckerhoff bewirtschaftet heute 60 Hektar Ackerfläche, auf denen Getreide, Raps und Kartoffeln angebaut werden. In der Viehzucht setzen die Dieckerhoffs auf Schweine (50 Sauen) und Hühner (1.000 Stück in Bodenhaltung). Ferner gibt es eine kleine Pferdepension.

Ganzjährig werden auf dem Hof Eier und Kartoffeln verkauft, die Eier liefern Klaus und Barbara Dieckerhoff darüber hinaus jeden Donnerstag und Freitag direkt an ihre Kundschaft aus. Großer Beliebtheit erfreuen sich schon seit vielen Jahren die Kindergeburtstage, die die Bäuerin auf dem Hof durchführt. In der Adventszeit kann man bei den Dieckerhoffs frisch geschlagene Weihnachtsbäume aus dem Sauerland kaufen.

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