Frauen - Union unterwegs mit dem Regioguide Walter Hauser durch die Kreinbergsiedlung

"Die Begehung der Kreinberg-Siedlung in Schwerte-Ost hat uns viel Wissenswertes und Interessantes über diesen Schwerter Ortsteil vermittelt, und wir durften viel über die auch heute noch gültige Lebensqualität der Siedlung erfahren," so Ute Giedinghagen, Vorsitzende der Frauen-Union Schwerte.
Warum die ehemalige Eisenbahnersiedlung unter Denkmalschutz steht, konnten die Frauen der Frauen-Union bei ihrem Rundgang durch die Siedlung von "RegioGuide" Walter Hauser hören. Die Siedlung, die in den 20er Jahren nach einer "Gartenstadt-Idee" für Werksangehörige des parallel dazu neu errichteten Reichsbahn-Ausbesserungs-Werkes geschaffen wurde, bot preisgünstige Wohnungen, jedoch zur damaligen Zeit schon mit Badezimmer und Abstellkammer. Dazu kam, dass jedes Haus über einen großen Garten und Stall verfügte, so dass auch Kleintiere, Ziegen und Schafe gehalten werden konnten. Mehr als 3000
Menschen lebten in den 30er Jahren in etwa 800 Wohnungen. Die neue Siedlung, im zweiten Weltkrieg unzerstört geblieben, wurde dann bis 1960 erweitert, so dass über 4000 Menschen in 1000 Wohnungen leben konnten. Die Gestaltung mit dem "Gartenstadt"-Leitgedanken wurde dabei fortgesetzt. 1986 wurde das
Eisenbahnausbesserungs-Werk geschlossen, seitdem können auch "Nichteisenbahner" hier wohnen. 2001 wurde dann die gesamte Siedlung unter Denkmalschutz gestellt. Die interessante Bauweise der Siedlung geht vom
Reihenhauscharakter über Gebäude mit Eckvorbauten bis hin zu der Anlage des "Hertelshof", der mit seiner Platzbildung und seinem Grünbereich sehr großzügig gestaltet ist. Es gibt nicht nur viel über die Architektur zu berichten, sondern auch aus der Geschichte. Wer weiß schon, dass am "Kreinberg",
da, wo heute die Gaststätte steht, die ehemalige mittelalterliche Richtstätte mit dem Schwerter Galgen war? Oder, dass der 172 Zentner schwere "Partnerschaftsstein", der heute in Schwerte am Postplatz steht, bei Ausschachtungsarbeiten im Eisenbahnausbesserungs-Werk gefunden wurde und der
Straße "Am Hohenstein" den Namen gab?