Die Arbeit und Aufgaben des Bundesbeauftragten für die Belange behinderter Menschen

Die Ergster Runde am vergangenen Mittwochabend stand unter dem Motto "Die Arbeit und
Aufgaben
des Bundesbeauftragten der Bundesregierung für die Belange behinderter
Menschen" trafen sich im Evangelischen Gemeindehaus viele interessierte
Bürgerinnen und Bürger zu einer Gesprächsrunde mit Hubert Hüppe. Die CDU
Ortsunion Ergste hatte zu einen gemeinsamen Austausch zwischen
Betroffenen, Interessierten und Sachkundigen eingeladen. Im ersten Teil
beschrieb der Bundesbeauftragte Hubert Hüppe zunächst seine
ehrenamtliche Tätigkeit und Aufgagen im Amt. An interessanten Ansätzen
erläuterte er die
Einflussmöglichkeiten in den parlamentarischen Abläufen und
Gesetzgebungen in
Berlin. Dabei regte er zum Nachdenken an, als er beispielsweise über
sonderpädagogische Kindergärten sprach: "Warum kann ein sehbehindertes
Kind besser mit einem gehörlosen Kind auskommen als mit einem Kind ohne
Beeinträchtigung?" Ein weiteres Beispiel schilderte er, dass Kinder aus
Selm nach Herten in eine Förderschule gefahren werden. Diese Kinder sind
jeden
Tag ca. drei Stunden auf Kosten des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe
auf der
Strasse und somit bekommen Sie keinen Kontakt zu den Gleichaltrigen in
Ihren
Wohnumfeld. Hier regte der Bundesbeauftragte Hüppe an, da über nach zu
denken,
die betroffenen Schüler nicht zu trennen, sondern Sie mit der
Unterstützung
von pädagogischen Fachkräften in örtliche Regelschulen zu unterrichten.
Ein
wichtiges Thema seiner Arbeit sei die Inklusion, so Hüppe. Dabei ginge
es nicht
um die Integration, also die "Gleichmachung", sondern die Akzeptanz
und Teilhabe an einem gesellschaftlichen Leben. Viele der rund 50
Interessierten
zeigten sich begeistert von den Thesen des Bundesbeauftragten. In dem
anschliessenden Teil des Abends hatten sie dann die Möglichkeit in einer
offenen Diskussionsrunde Fragen zu stellen und sich gegenseitig mit
Erfahrungen
auszutauschen. Hierzu hatten sich der Erste Beigeordnete der Stadt
Schwerte,
Hans-Georg Winkler, Frau Linda Schmidt, Mitarbeiterin der Stadt Schwerte
für
den Bereich Jugend und Familie, Christa Obens, Schulleiterin der
Förderschule
"Schule an der Ruhr", Inge Blumberg und Margret Hunke von
"Johannis Disco" für behinderte Menschen in Ergste, Andrea Weischede,
Wohnheimleiterin im Landschaftsverband Westfalen-Lippe, Thorsten
Eisenmenger vom
Arbeitskreis "dabei und mittendrin" und Mitglieder der AG
"Inklusion" aus der Stadt Schwerte zu Verfügung gestellt. "Uns
ist wichtig, dass auch kleinere Institutionen, wie hier im Raum
Schwerte, die
Chance zum Austausch und Kontakt haben", erklärte Hans-Georg Rehage,
Vorsitzender der CDU Ortsunion Ergste. Auch Hans-Georg Winkler der Stadt
Schwerte zeigte sich von der Veranstaltung überzeugt: "Es ist ein guter
Beitrag zur Bewusstseinsschaffung und zum Austausch." Des Weiteren hoffe
Winkler, dass auch andere Gruppen und Organisationen eine solche
Kontaktplattform schaffen würden. Denn auch am Mittwochabend zeigte
sich, dass
es jede Menge Gesprächsbedarf gibt.