CDU Villigst besichtigt Regenrückhaltebecken und renaturierten Kuhbach
Trotz schlechtem Wetter trafen sich Mitglieder der CDU Ortsunion Villigst und interessierte Bürger zu einer Besichtigung des fertig gestellten Regenrückhaltebeckensauf dem ehemaligen Villigster Sportplatzes und des renaturierten Kuhbaches, Markus Borchert von der SEG erläuterte an Hand eines Planes die durchgeführten Baumaßnahmen. Vor dem Bau wurden bis zu 1700 l/sec. Wasser von versiegelten Flächen über 5 Einlaufstellen ungebremst in den Kuhbach eingeleitet. Nach der europäischen Wasserrahmenrichtlinie und dem nationalen Wasserhaushaltsgesetz (WHG) muss jedoch eine ganzheitliche Betrachtung bezogen auf Wassermengen, die ein Gewässer hydraulisch und ökologisch aufnehmen kann, erfolgen. Nach diesen Vorgaben und Berechnungen ist für den Kuhbach nur eine Menge von 100l l/sec. zulässig, so dass das Wasser nur noch dosiert und kontrolliert über das Regenrückhaltebecken in den Kuhbach eingeleitet werden darf. In der Praxis sieht es nun so aus, dass über die Einleitstellen das Regenwasser von den versiegelten Flächen in ein Regenrohr mit einem Durchmesser von 1,2 m gesammelt wird und zu einem Sammelbecken geleitet wird und von dort dosiert einem Klärbecken zugeführt wird. Auf Grund der geringen Fließgeschwindigkeit des Wassers setzt sich dort mitgeführter Dreck, Schlamm und Öl ab. Das vom groben Schmutz gereinigte Wasser läuft dann in das Regenrückhaltebecken, von dort werden dann max. 100 l/sec. dem Kuhbach zugeführt. Wenn die Wassermassen, so wie bei dem gestrigen Starkregen, die Kapazität des Sammelbeckens übersteigt, läuft das Wasser direkt, ohne dem Umweg über das Klärbecken, in das Regenrückhaltebecken, das ein Volumen von 2000 m³ aufnehmen kann. Durch dieses System erfolgt ein kontrollierter Zulauf in den Kuhbach, der ein Überlauf und somit auch ökologische Schäden verhindert. Zu einem ökologisch wertvollen Gelände hat und wird sich auch weiterhin der freigelegte Kuhbach zwischen der Straße "Am Winkelstück" (bei Diagramm Halbach) und der Elsetalstraße entwickeln, sind sich die CDU-Mitglieder einig. Die Kosten für die Renaturierung des Kuhbaches in Höhe von ca. 435.000 EUR werden zu 80% vom Land NRW bezuschusst; den Rest von ca. 87.000 EUR zahlt die Stadt Schwerte. Die Kosten für den Bau des Regenrückhaltebeckens werden zu 100 % von der SEG getragen und belasten somit nicht den städtischen Haushalt.






