CDU-Fraktion bei dem Institut "Caring - ISP GmbH"

altIm Rahmen ihrer Besuchsreihe "Fraktion vor Ort" besuchten Mitglieder der CDU-Ratsfraktion (überwiegend aus dem Jugend- und Sozialausschuss) das Institut "Caring ISP GmbH" im Gewerbegebiet "Südlich der Bahn" in Schwerte-Villigst. Das im Jahre 2000 gegründete Unternehmen, das seit dem 01. Juli ihre neuen Verwaltungsräume im Gewerbegebiet bezogen hat, bietet als anerkannter Träger des Landesjugendamtes Westfalen-Lippe stationäre individualpädagogische Maßnahmen an. Die beiden Geschäftsführer Nina Schulze und Dietmar Bachorz, sowie seine Frau Marita Carli-Bachorz, die für die Verwaltung zuständig ist, und der pädagogische Leiter Mirco Kümper erläuterten das Angebot des Unternehmens, das sich an junge Menschen richtet, deren Leben beispielsweise durch instabile Bezugsfelder, Probleme in der Herkunftsfamilie, Erziehungsdefizite, Suchtproblematiken, Defizite der Persönlichkeitsentwicklung oder auch posttraumatische Belastungsstörungen geprägt ist. In der sehr angeregten Diskussion wurde deutlich, dass diese verhaltensauffälligen Kinder und Jugendlichen bereits Therapie- und Psychiatrieerfahrung haben und die bisherigen Angebote und durchgeführten Maßnahmen nicht ausreichend angesprochen haben. Gemeinsam mit den zuständigen Jugendämtern, den Personensorgeberechtigten und den Jugendlichen selber werden im Vorfeld Art und Ziele der Betreuung sowie deren Intensität und Umfang erarbeitet und festgelegt. Bei den individuellen, speziell auf die Bedürfnisse und vorhandenen Ressourcen des "Klienten" abgestimmten Maßnahmen wird Wert darauf gelegt, dass eine und nicht öfters wechselnde Bezugspersonen für den Jugendlichen ständig da sind. "Dies ist Teil unseres Erfolgs" betonte Dietmar Bachorz. "Viele der von uns betreuten Kinder und Jugendlichen (durchschnittlich 65) leben in der Familie des jeweiligen Betreuers", erläuterte er den sehr interessierten politischen Vertretern. Diese nahmen auf, dass eine individuelle Betreuung einer Heimerziehung vorzuziehen ist. Dies wird auch durch die Erfolgsquote dokumentiert, denn die Kinder und Jugendlichen werden teilweise über mehrere Jahre durch das Institut betreut bis sie wieder in das "normale" Leben integriert werden können. Auf die Frage, wie die Politik helfen kann, wurde einhellig von den Mitarbeitern des Unternehmens geäußert: "Wir wünschen uns, mehr und früher wahrgenommen zu werden". Diesen Wunsch nahmen die CDU-Politiker auf und wollen ihn an das Jugendamt weiterleiten. "Vielleicht ist es auch möglich, dass Sie sich im Jugend- und Sozialausschuss mal vorstellen können", will sich der jugendpolitische Sprecher der Fraktion, Gerd-Rainer Müller, für das Unternehmen einsetzen um mehr Transparenz zu schaffen.

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