CDU diskutiert über die Arbeit mit Jugendstraftätern beim VSI

Auf Einladung des CDU Kreisvorsitzenden, Herrn Hubert Hüppe, besuchte Frau Ingrid Fischbach im Rahmen der Sommerbereisung der CDU/CSU Bundestagsfraktion die Ruhrstadt. Ingrid Fischbach ist seit Beginn der Legislaturperiode stellvertretende Fraktionsvorsitzende der CDU/CSU Bundestagsfraktion und gilt nicht nur in den eigenen Reihen als ausgewiesene Expertin im Bereich der Familien- und Jugendpolitik. Ziel des Besuches in Schwerte war der Verein für Soziale Integrationshilfen Schwerte e.V. (VSI). Der gemeinnützige Verein wurde bereits 1989 von Mitarbeiter/innen psychosozialer Dienste, Juristen/innen und Vertreter/innen verwandter Berufszweige gegründet und ist seitdem als Träger der freien Jugendhilfe und sozialer Arbeit tätig. Inhaltlicher Schwerpunkt des Besuches war die Arbeit des "Brücke Projekts" gewesen. Der VSI arbeitet in diesem Projekt mit Jugendlichen und Heranwachsenden, die in ein Strafverfahren verwickelt sind oder die gerichtliche Auflagen erfüllen müssen. "Die Ursachen das die jungen Menschen mit uns in Kontakt treten müssen sind so vielfältig wie die Personen selbst. Eine Lösung nach Goldstandard im Jugendbereich ist daher nicht möglich", erläuterte Herr Peter Frenz Dipl. Sozialpädagoge vom VSI. "Dies erfordert folglich für die zielorientierte Arbeit mit den Jugendlichen eine fülle von Alternativen im Prozess. Die Grundpfeiler müssen jedoch vorab stimmen um den bestmöglichen Erfolg für die Jugendlichen und für das Gemeinwohl zu erreichen. Dies gilt insbesondere bei den "schwierigen" Fällen, heißt bei dem mehrfach auffälligen mit Strafdelikten. So sollte eine schrittweise Einführung fester Ansprechpartner und Sachbearbeiter erfolgen. Mit der spezialisierten Jugendgerichtshilfe wurde bereits die richtige Weiche in Schwerte dazu gestellt. Aber auch bei der Polizei sollte bei den Jugendlichen weniger nach Delikten sondern vielmehr die personenorientierte Sachbearbeitung erfolgen. Denkbar dafür sei die Einrichtung eines Jugendkommissariats. Ein kontinuierlicher Jugendrichter beim Amtsgericht Schwerte wäre zudem wünschenswert. Ein weiterer Baustein des Erfolgs ist die Transparenz und die Verzahnung der jeweiligen Akteure. Jugendgerichtshilfe, VSI und Schwerter Netz bilden hierbei ein zielgruppenorientiertes Arbeitsbündnis mit regelmäßigem Austausch und Kommunikation über aktuelle Entwicklungen. Bei Problemanzeigen der Polizei sollte eine fallorientierte Konferenz unter Einbeziehung weiterer Akteure z.B. die der Schule stattfinden. Aber auch die betroffenen
Jugendlichen selbst und dessen Eltern sollten an der Fallkonferenz teilnehmen. Somit sprechen die Akteure mit gleicher Stimme, am gleichen Ort zur gleichen Zeit und zeigen dem Jugendlichen somit unmissverständlich die Konsequenzen seines Handelns auf. Schnelles Reagieren und Agieren und das vertrauensvolle Zusammenwirken aller beteiligten Institutionen ist das Fundament einer erfolgreichen Arbeit", unterstreicht Frenz abschließend.